Regionalbüro
KURS Köln


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Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft - Elektrisola GmbH & Co. KG und Gesamtschule Reichshof vereinbaren Lernpartnerschaft

Neue Lernpartnerschaft in Oberberg: Am 2. Dezember unterzeichneten die Elektrisola Dr. Gerd Schildbach GmbH & Co. KG und die Gesamtschule Reichshof eine Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Bildungsinitiative KURS, in der sich beide Partner auf eine Zusammenarbeit während der nächsten Jahre verständigen. Die Ratifizierung fand zum Abschluss einer Projektwoche statt. Durch aktive Teilnahme von Unternehmensexperten im Schulunterricht sowie Unterricht im Unternehmen soll die Qualität des Unterrichts weiter verbessert werden. Darüber hinaus sollen die Gesamtschüler im Kontakt zum Partner schon frühzeitig die Gelegenheit erhalten, eine realistische Vorstellung der Arbeitswelt zu entwickeln. Erste gemeinsame Erfahrungen in der Zusammenarbeit konnten bereits gesammelt werden.

Im September stand Personalleiter Thorsten Flitsch Eltern und Schülern Rede und Antwort zu den Themen "Erfolgreiche Bewerbung“ und "Anforderungen an künftige Auszubildende". Als Experte und Insider machte er die Schüler und Eltern mit der Betriebsstruktur des heimischen Unternehmens bekannt.
"Wir sind als Unternehmen unserer Region verpflichtet und wollen mit dieser Partnerschaft einen Beitrag zu einer mehr praxisorientierten Schulbildung leisten“, erklärte Geschäftsführer Dr. Detlef Schildbach. „Uns ist auch natürlich daran gelegen, Schülerinnen und Schüler für unsere Ausbildungsberufe zu interessieren. Und vielleicht können wir auf diesem Weg den einen oder die andere als späteren Mitarbeiter gewinnen."
Schulleiter Dieter Ströhmann sieht in der Kooperation mit Elektrisola einen für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler wesentlichen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis, Schule und Beruf, Lernen und Anwendung. „Wenn Experten aus der Praxis den jungen Menschen erklären, wie das Gelernte anzuwenden ist, dann bedeutet dies eine wesentliche Unterstützung für den Unterricht“, so Ströhmann.

Neben dem Wunsch, dass durch die Kooperationsvereinbarung Lernwelten zukünftig lebendig und konkret werden und Zusammenarbeit langfristig gesichert und systematisch betrieben werden kann, stehen auch ganz handfeste Planungen für gemeinsame Aktivitäten an, wie ein Ausschnitt aus der Zielvereinbarung zeigt. Physik- und Techniklehrer planen für das kommende Schuljahr, sich eingehend in Theorie und Praxis mit den Produkten der Firma zu beschäftigen. Die Schüler werden Widerstandsmessungen und -berechnungen durchführen und mit dem bereitgestellten Material selbst Elektromagnete herstellen.

Diese Partnerschaft soll ein Geben und Nehmen für beide Seiten beinhalten. Als Beitrag zu betrieblichen Veranstaltungen bietet die Schule ihrem Unternehmenspartner Konzerte der Musikklasse, Theaterstücke, ein Musical, die Vorführung der Zauberklasse und vieles mehr an, und vielleicht startet eine von den Sportlehrern trainierte gemeinsame Mannschaft beim nächsten Köln-Marathon.

Die Vereinbarung wird im Rahmen der Bildungsinitiative KURS – Kooperationsnetze Unternehmen der Region und Schulen geschlossen. Die Gemeinschaftsinitiative der Bezirksregierung Köln, der Industrie- und Handelskammern Köln, Bonn/Rhein-Sieg und Aachen sowie der Handwerkskammer zu Köln betreibt den Aufbau und die Vernetzung von systematischen, auf Dauer angelegten Lernpartnerschaften seit 1999. Das Kooperationsnetz umfasst derzeit etwa 160 Lernpartnerschaften. Ansprechpartner der Initiative für die Region Oberberg ist Ulrich Holländer, der den Partnern beim Aufbau ihrer Kooperation unterstützend zur Seite stand und sie auch bei der Entwicklung begleiten wird.

Mit den Lernpartnern freuten sich zahlreiche Ehrengäste. Bürgermeister Gregor Rolland, der stellvertretende Landrat Hans-Otto-Gries, Marion Grau, Leitende Schulamtsdirektorin bei der Bezirksregierung Köln, Schulrat Artur Broch, Rainer Lessenich, IHK-Zweigstelle Oberberg und Rosi Jaax, Projektleiterin der Bildungsinitiative KURS im Regierungsbezirk Köln, beleuchteten in ihren Grußworten die Chancen der Zusammenarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven und wünschten den Partnern viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer künftigen Aktivitäten.
Mit einer "fantastischen" Zaubernummer rundum Draht und Verdrahtung und gelungenen musikalischen Darbietungen, die die Veranstaltung gekonnt umrahmten, bewiesen auch die Schülerinnen und Schüler, dass sie ihrem neuen Partner eine Menge zu bieten haben.
Auf die weiteren Ergebnisse der vielversprechenden Kooperation kann man gespannt sein!

 
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