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Regionalbüro
KURS Köln
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Handeln statt klagen - Drei Unternehmen für die Realschule Waldbröl Erstes Handwerksunternehmen im Oberbergischen Kreis mit im Boot!Von Engagement und Weitsicht zeugt die Vereinbarung der Unternehmen EDV Consulting GmbH, Elektroanlagenbau Rumswinkel und Volksbank Oberberg, die am 30. November 2006 mit der Städtischen Realschule Waldbröl im Rahmen der Schulausschusssitzung unterzeichnet wurde. Gemeinsam wollen die Partner mehr Praxisnähe im Unterricht realisieren und die Schüler künftig besser auf ihre künftigen Aufgaben in Ausbildung und Beruf vorbereiten. Die Lernpartnerschaft wird geschlossen im Rahmen der Bildungsinitiative KURS (Kooperationsnetze Unternehmen der Region und Schulen ), die von der Bezirksregierung Köln, den Industrie- und Handelskammern Köln, Bonn/Rhein-Sieg und Aachen sowie der Handwerkskammer zu Köln betrieben wird mit dem Ziel, Wirtschaft und Arbeitsleben stärker in den schulischen Unterricht zu integrieren, und den Übergang von Schule zu Ausbildung und Beruf zu erleichtern. Schule muss sich angesichts rasanter Entwicklung in der Wirtschaft zügig verändern. Dies geht nicht ohne Unterstützung außerschulischer Partner. Die Waldbröler Realschule hat die Zeichen der Zeit erkannt und gleich drei Partnern die Hand gereicht, um für ihre künftigen Absolventen die Chancen der Schüler im hart umkämpften Ausbildungsmarkt zu verbessern. Wie stellt sich die Zusammenarbeit in der Waldbröler Lernpartnerschaft nun konkret dar? Geschäftsführer Eric Bertamini, EDV Consulting GmbH, wird den Realschülern hilfreich zur Hand gehen, wenn es um Probleme der Computer-Hardware geht. Im Physikunterricht mit Elektromeister Georg Rumswinkel werden die Schüler elektrische Geräte wie Fön und Bügeleisen zerlegen, dabei einiges über Sicherheit im Stromnetz erfahren und auch Berufsfelder im Elektriker-Handwerk kennen lernen. Die Volksbank Oberberg hat bereits eine Schülergruppe in der Waldbröler Zweigstelle empfangen und mit ihnen vor Ort die Vor- und Nachteile bargeldlosen Zahlungsverkehrs erörtert und an praktischen Beispielen erprobt. Eine Einführung in das Berufsbild des Bankkaufmanns, der Bankkauffrau werden die Azubis der Volksbank den Schülern anbieten. Neu ist in der Waldbröler Partnerschaft, dass neben der Volksbank Oberberg und der EDV-Consulting auch erstmalig ein Handwerksbetrieb mit im Boot sitzt: Elektroanlagenbauer Georg Rumswinkel. Weit über die berufsorientierten Praktika hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler die praktische Arbeitswelt kennen und zudem kommen Mitarbeiter der Firmen in den Unterricht, informieren beispielsweise über „Hardware-Basics“, „Kredite und ihre Auswirkungen“, „Schuldung und Schuldenerlass“ oder „Sicherheit im Stromkreis“. Auf den Punkt brachte es der Ausbildungsleiter der Volksbank Oberberg, Gernot Wölfer: Mittelständischen Unternehmen sei es wichtig lokal zu handeln, soziale Verantwortung zu übernehmen und die regionale Entwicklung zu stärken". Ziel der genannten und weiterer geplanter Aktivitäten von Lernpartnerschaften im Rahmen der Bildungsinitiative KURS ist es mehr Praxis in den Unterricht einzubringen: Experten im Unterricht und die Nutzung außerschulischer Lernorte sollen den Schülerinnen und Schüler Berufs- und Arbeitswelt transparenter, Berufsbilder anschaulicher machen und ihnen auf diese Weise auch bei der Berufsfindung behilflich zu sein. Schulleiterin Daniela Sauer-Horstmann verspricht sich von der Kooperation mit den Betrieben, dass sie das in der Schule vermittelte Wissen mehr schätzen lernen, wenn sie erfahren, dass es tatsächlich in der Praxis gefragt wird. „Seit nahezu 20 Jahren führen wir Berufsfindungswochen durch. Höhepunkt ist jeweils der Tag, wenn 40 Firmen ihre Berufsbilder vorstellen“, berichtet die Schulleiterin. „Doch diese Art der Zusammenarbeit ist neu und viel versprechend. Unsere drei Partner werden sich in der Schule über das ganze Jahr hinweg engagieren.“ Neben den Mitgliedern des Schulausschusses hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, um das Ereignis zu feiern: Kai Uffelmann von der Kreishandwerkerschaft Oberberg appellierte an die Partner die Möglichkeiten einer auf Dauer angelegten Kooperation im Rahmen der Bildungsinitiative KURS zu nutzen und freute sich besonders über die Beteiligung des ersten Handwerksbetriebs. Schulamtsdirektor Artur Broch stellte die Chancen der Kooperation heraus. Zwar existierten vielerorts schon lockere Zusammenschlüsse: „aber was passiert, wenn engagierte Kollegen in Pension gehen und Beteiligte aus dem Unternehmen ausscheiden?“ Hier für nachhaltige Strukturen zu sorgen sei vorrangiges Ziel. Regine Bültmann-Jäger, IHK-Zweigstelle Oberberg, schloss sich diesem Beitrag an und erklärte, KURS-Kooperationen würden zunehmend wichtiger. Das Thema „Berufsorientierung“ könne in Schulen nicht früh genug angegangen und nicht gründlich genug betrieben werden, denn Ausbildungsabbrecher seien für Unternehmer und auch die Beteiligten selbst in der aktuellen Situation schlechterdings kaum tragbar. Bürgermeister Christoph Waffenschmidt betonte, er begrüße es, dass sich die neuen Partner sich für „handeln statt klagen“ entschieden hätten. Ulrich Holländer vom KURS-Basisbüro im Oberbergischen Kreis, der den Partnern auf dem Weg in eine systematische und auf Dauer angelegte Lernpartnerschaft zur Seite stand und sie auch bei der Entwicklung ihrer Kooperation unterstützen wird, bedankte sich bei den Partnern für ihr Engagement. Besonders lobte er die beteiligten Lehrer, die das Mehr an Aufwand nicht scheuen sondern bereitwillig auf sich nehmen. Foto: Kai Uffelmann, Kreishandwerkerschaft Oberberg Bildunterschrift: v.l.: Im Rahmen der Schulausschusssitzung setzten Georg Rumswinkel, Elektroanlagenbau Rumswinkel, Schulleiterin Daniela Sauer-Horstmann Gernot Wölfer, Volksbank Oberberg, Schulrat Artur Broch und Ulrich Holländer, KURS-Basisbüro Oberbergischer Kreis ihre Unterschrift unter die Kooperationsvereinbarung. Eric Bertamini, EDV Consulting GmbH, wird dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. |
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